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Online Marketing Update #8: Die CO2-Emissionen des Internets

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Das Internet ist zu einem integralen Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Von der Kommunikation über soziale Medien bis hin zum Einkaufen und der Recherche von Informationen nutzen wir es für verschiedene Zwecke. 

Doch hinter den Bildschirmen und Servern verbirgt sich eine unsichtbare Problematik für unsere Umwelt: die CO2-Emissionen des Internets. In diesem Artikel werden wir uns eingehender mit diesem Thema befassen und die Auswirkungen des Internets auf den Klimawandel untersuchen. Außerdem haben wir interessante Daten aus einer Umfrage für euch aufbereitet.  

Der Energieverbrauch des Internets

Kommen wir erst einmal zu den absoluten Grundlagen. Das Internet mag virtuell erscheinen, doch es erfordert eine enorme physische Infrastruktur, um zu funktionieren. Rechenzentren, Server, Netzwerkausrüstung und Datenleitungen benötigen eine beträchtliche Menge an Energie, um den Datenverkehr zu bewältigen. 

Nach Schätzungen verbraucht das Internet weltweit etwa 3 bis 5 Prozent der globalen Stromerzeugung. Dieser Energieverbrauch führt zu erheblichen CO2-Emissionen, da die meisten Länder immer noch auf fossile Brennstoffe zur Stromerzeugung angewiesen sind.

Warum werden überhaupt so viele CO2-Emissionen vom Internet freigesetzt?

Die CO2-Emissionen des Internets setzen sich aus mehreren Punkten zusammen, die wir in den folgenden Abschnitten genauer vorstellen. Schon einmal vorweg: Wie viel CO2 eine einzige Webseite freisetzt, ist unmöglich herauszufinden. Schließlich sind nicht nur die Entwickler, Rechenzentren und Dateigrößen verantwortlich. Mehr dazu findet ihr in unserem ausführlichen Blogbeitrag Nachhaltigkeit im World Wide Web.

Jeder einzelne User trägt eine Verantwortung für den Ausstoß solcher Emissionen. Es kommt unter anderem nämlich auch darauf an, welche Stromquelle ihr nutzt, um eure elektronischen Gadgets zu betreiben, welche Gadgets ihr generell nutzt, um im Netz zu surfen und auch mit welchem Netz ihr verbunden seid. Dazu eine kleine und aussagekräftige Übersicht hier für euch:

Nachhaltigkeit im Internet

CO2-Emissionen von Rechenzentren

Rechenzentren spielen eine zentrale Rolle beim Betrieb des Internets. Sie sind die Knotenpunkte, an denen Daten verarbeitet, gespeichert und übertragen werden. Rechenzentren erzeugen Wärme, die durch Klimaanlagen gekühlt werden muss, um die empfindlichen Server am Laufen zu halten. 

Diese Kühlung erfordert große Mengen an Energie, was wiederum zu CO2-Emissionen führt. Darüber hinaus verbrauchen die Server selbst Strom, um die Daten zu verarbeiten und bereitzustellen. Eine wachsende Anzahl von Rechenzentren weltweit belastet somit die Umwelt durch ihren hohen Energiebedarf. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Viele Rechenzentren, wie beispielsweise die von Google, werden bereits mit alternativen Energien betrieben.

Die Auswirkungen des Datenverkehrs

Der Datenverkehr im Internet wächst exponentiell, da immer mehr Menschen online gehen und neue Technologien wie das Internet der Dinge (IoT) und 5G-Konnektivität eingeführt werden. Dieser stetige Anstieg des Datenverkehrs bedeutet auch einen Anstieg der CO2-Emissionen. Streaming-Dienste wie Netflix und YouTube sind beispielsweise für einen erheblichen Teil des Datenverkehrs verantwortlich. Das Streamen von Videos erfordert große Datenmengen, die von Servern bereitgestellt werden müssen, was wiederum Energie verbraucht und CO2-Emissionen erzeugt.

Aber auch hier eine positive Entwicklung: Unsere technologischen Fortschritte tragen dazu bei den Datenverkehr immer weiter zu optimieren. Das 5G Netz oder auch Glasfaserverbindungen verbrauchen deutlich weniger Energie als andere Verbindungen, die noch vor wenigen Jahren der neueste Stand der Dinge waren.

Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen des Internets

Angesichts der wachsenden Bedeutung des Internets ist es wichtig, Maßnahmen zur Reduzierung seiner Umweltauswirkungen zu ergreifen. Hier sind einige Ansätze, die bereits in Betracht gezogen werden:

  1. Effizienzsteigerung von Rechenzentren: Durch den Einsatz energieeffizienter Hardware und Kühlungstechnologien können Rechenzentren ihren Energieverbrauch reduzieren und somit ihre CO2-Emissionen verringern. Viele große Unternehmen setzen längst auf erneuerbare Energien, um ihre Rechenzentren zu betreiben.
  2. Förderung erneuerbarer Energien: Der Übergang zu erneuerbaren Energiequellen wie Solarenergie und Windkraft kann dazu beitragen, den CO2-Fußabdruck des Internets zu verringern. Auch in den eigenen vier Wänden.
  3. Optimierung des Datenverkehrs: Durch die Verbesserung der Datenkomprimierung und -übertragungstechnologien können Unternehmen den Datenverkehr effizienter gestalten und somit Energieeinsparungen erzielen. Wenn möglich, nutzt einen Glasfaseranschluss oder ein WLAN-Netz anderer Art anstelle von mobilen Daten.
  4. Bewusstseinsbildung bei den Nutzern: Die Nutzer spielen eine wichtige Rolle bei der Verringerung der CO2-Emissionen des Internets. Durch bewusstes Verhalten wie das Ausschalten von Geräten im Standby-Modus und das Vermeiden von übermäßigem Datenverkehr können sie ihren ökologischen Fußabdruck verringern.

Welche Maßnahmen wünschen sich die Deutschen?

Laut einer Umfrage im Auftrag von GMX und WEB.DE wünscht sich beinahe die Hälfte der befragten Personen gesetzliche Verpflichtungen für Hersteller, mehrere Jahre regelmäßige Software-Updates für technische Geräte anzubieten. 

Jeweils knapp ein Drittel der befragten Personen wünscht sich außerdem ein CO2-Siegel für energiesparende Geräte wie Laptops und Smartphones sowie mehr Transparenz über die CO2-Emissionen der unterschiedlichen Internet-Dienste.

Dazu sind die Deutschen bereit:

Es gibt viele Maßnahmen, um den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Interessant dürften die folgenden Umfrageergebnisse sein:

Wem trauen die Deutschen am ehesten zu, den CO2-Ausstoß zu verringern?

Knapp ein Drittel der Befragten gab an, keinem zu trauen, wenn es darum geht, den CO2-Ausstoß zu verringern. Immerhin schnitten Unternehmen bzw. IT-Experten aus der Wirtschaft nur etwas schlechter ab. Deutsche Politiker schneiden mit nur 7 Prozent deutlich schlechter ab. Hier die genauen Ergebnisse:

Fazit & Ausblick

Die CO2-Emissionen des Internets stellen eine bedeutende und wachsende Problematik für unsere Umwelt dar. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle Beteiligten – von Internetunternehmen über Regierungen bis hin zu den Nutzern – zusammenarbeiten, um Maßnahmen zur Reduzierung dieser Emissionen zu ergreifen. 

Ein erster Schritt, um diese Maßnahmen einzuleiten, ist es, mehr Transparenz zu schaffen und vor allem Menschen über die Emissionen zu belehren, die sie täglich durch die Nutzung ihrer Smartphones und Co. ausstoßen. Schließlich ist wohl jedem mittlerweile der Impakt vom Autofahren auf die Umwelt bewusst, beim Internet jedoch ist das Wissen noch längst nicht so verbreitet.

Eines steht aber fest: Durch den Einsatz von Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und bewusstem Verhalten können wir eine nachhaltigere digitale Zukunft schaffen, in der das Internet unsere Umwelt weniger belastet. Jedes Unternehmen und jede einzelne Person.

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Ann-Christin Wichmann
Ann-Christin Wichmann
Mit einer Tastatur als meinem treuen Werkzeug jongliere ich gekonnt mit Wörtern und Sätzen, um Geschichten aus dem Online Marketing zum Leben zu erwecken.
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